Jenesien Tour, Bozen
- Der Jenesien ist einer der drei "Hausberge" Bozens, auf den man mit einer Seilbahn zumindest großteils hinauf kommt. Die Jenesien Tour bringt allerdings einiges an konditioneller Anforderung mit sich, da man von der Bergstation noch ungefähr 300hm weiter mit dem Bike nach oben muss, und das kann bei einigen steileren Stücken mit einem schweren Downhiller und nur einem Kettenblatt ganz schön anstrengend werden. Freerider haben mit dem etwa 30minütigen Uphill logischer Weise weniger Probleme.

Blick auf den Jenesien
Die Gondeln der Jenesien Bergbahn sind deutlich kleiner als die der Rittnerbahn. Nur 3-4 Bikes samt Bikern und Bahnführer passen in die Gondel, die einen in knapp 10 Minuten zur Bergstation hinauf befördert. Dafür sind die Preise auch mehr als human, nur etwa 3,5€ muss man für die Bergfahrt berappen.

Oben angelangt geht es erstmal der Straße folgend durch das Dorf bergaufwärts. Hier kann man gleich an einer Mauer, die an der die Strasse entlang führt das droppen von verschiedenen Höhen üben. Am linken Ortsrand an einer Bushaltestelle folgt man der Strasse, die sich nun in Serpentinen links den Berg hinaufschlängelt.

Andy "the Dropkid" Herbst mit seinem Grossmann A250


Protektoren anziehen und los gehts
Bei einem markanten Gehöft zweigt man (wieder links) von der Strasse ab. Der Karrenweg geht genau zwischen Wohnhaus und Scheune durch. Hinter dem Haus folgt ein letzter kurzer, aber knackiger Uphill, bevor es durch einen lichten Wald praktisch eben dahin geht. Man quert eine Lichtung und hält direkt auf die am Rande stehenden Häuser zu. (Vorsicht, freilaufende - und nicht kleine - Hunde) Der Karrenweg führt rechts an den Häusern vorbei.

Der erste Teil der Strecke führt über teilweise wüst verblockte Kopfpflasterwege talwärts.
Erst nachdem man (nach etwa einem guten Drittel der Strecke) einen traumhaften Aussichtspunkt mit sensationellem Blick über Bozen erreicht hat, wird der Weg flowig.

Traumhafte Panoramastelle
Ab hier bietet sich dem Biker ein Traum von Singletrail, teilweise Felsplatten, fester Waldboden, Stufen, alles was man sich wünscht. Im Spätherbst (bei uns war es Ende Oktober) liegen hier massig Maroni (Edelkastanien) am Boden.

Einsammeln und am Abend am Grill rösten, dazu ein glas Rotwein :-)
Das Ende des Trails ist ein gepflasterter unheimlich steiler Ziehweg, der direkt an den westlichen Stadtrand von Bozen hinab führt.

Von dort braucht man etwa 10 Minuten zurück zur Talstation.
Second run - double fun!