Saisonabschluss 2006 – Südtirol – Teil 1
- Der Herbst, vielleicht die schönste Zeit des Bikerjahres. Kalt ist die klare Luft am Morgen, mild ist das Licht der tief stehenden Sonne am Nachmittag.
Sanfte Konturen der Almen umgeben von bunt gefärbtem Wald –schroffe Berge dahinter, die Spitzen schon Schnee bedeckt. Die Kondition und die Technik am Höhepunkt und noch so viele Projekte offen.

In Canada nennt man den Herbst auch „endless summer“ – warum kann er es nicht sein ???
Am Donnerstag in der Früh starten Patrick, Moose und ich Richtung Süden. Der Wetterdienst verspricht einige Traumtage in Südtirol. Schon am Brenner blitzblauer Himmel - die Vorfreude steigt. Unser erstes Ziel sind die Bozener Bergbahnen. Zu Beginn die klassische Sunnseitnpartie, zwei Mal der Ritten-und das mit ganz leeren Gondeln, klar an einem normalen Arbeitstag. Die Trails sind trocken, mit Maroni übersät und laden richtig zum Heizen ein. Nach der zweiten Abfahrt wechseln wir die Talseite und gönnen uns noch ein Mal die Abfahrt vom Kohlern.

Dann geht es weiter nach Meran, wo wir etwas außerhalb der Stadt in Burgstall unser Quartier für die kommenden Tage beziehen.
Der Freitag steht ganz im Sinne des Downhill. 5 Abfahrten von Vöran – 5000hm. Die Seilbahn von Burgstall nach Vöran fährt im Halbstundentakt – perfekt für Biker. Ein 25,-- Block zahlt sich aus, man gewinnt im Vergleich zur Einzelfahrt 3 Fahrten. Die Elektrolytzufuhr bei Mary in der Bergstation funktioniert perfekt, so wird der Ride von Mal zu Mal flowiger ?


ACHTUNG: Bitte den Wunsch der Vöranerbahn entsprechen und zum Downhill NICHT den Sunnseitensteig benützen, sondern den Trail nach Gargazon. Der Sunnseitnsteig ist Trainingsgelände der Bergläufer. Da jedoch sowieso der Trail nach Gargazon wesentlich schöner ist, stellt sich die Debatte ob, oder ob nicht eigentlich gar nicht.

Brake Brandings mit Hayes 8" Abdruck kommen in Mode ;-)
Samstag: Nach einem schnellen Frühstück ist das erklärte heutige Ziel 1800hm über uns zu finden – Tourentag! Über Vöran geht es zum Gasthof grüner Baum, weiter über die Forststrasse 16 zur Leadner Alm und von hier über den Forstweg 11 zur Vöraneralm. Ab hier führt der Wanderweg 2 technisch schwer auf das Auenjoch und dann weiter auf den Gipfel zu den so genannten stoanernen Mandln auf 2003m. Die ersten 200hm Abfahrt zurück bis zur sensationellen Vöraner Alm folgen dem Anstieg. Wer hier vorbei fährt, dem ist nicht zu helfen !?

Moose und Pat am Auenjoch
Ab hier beginnt ein Sinkflug, der vom Spaßfaktor seinesgleichen sucht. Der Wanderweg 2 führt über die Wurzeralm weiter bis zum Hotel Brunner. Von hier geht es über den Weg 12 zum Gasthaus Alpenrose. Dort beginnt der zweite Teil des Sinkfluges. Über das Gehöft Haas und das Hüttner Kreuz folgen wir dem Wanderweg 1 (später 1a) bis zum Talboden – 1800hm fun !!!!
Auenjoch
Stoanane Mandl
Am Sonntag erleichtern wir uns die Runde deutlich, in dem wir mit dem Auto bis in den Ort Hafling auffahren. Direkt im Ort ist ein (bewirtschafteter) Parkplatz, von wo aus die Tour startet. Über das Hotel Brunner den 16er Weg zur Leadneralm und wie am Vortag rauf zur Vöraneralm.

Da wir am Alpenkamm von Norden schon die massive Schlechtwetterfront herüber schwappen sehen, während wir uns noch sonnen, beschließen wir die Tour trotzdem hier auf der Alm abzubrechen und den ruppigen Wurzeltrail nach Hafling zurück neuerlich zu genießen.
Wurzeralm Trail
Toni am Wurzeralmtrail
Patrick mit Vollgas...
So viele Berge – so wenig Zeit……………

In Hafling :-)
Gastrotipp: Pizzaria Happy in Burgstall – sensationell zum Essen – nicht nur Pizzen alles ist hier lecker.
Kohlernabfahrt 850hm S2-3
Vöran: 1000hm S3 / Sonnseitnsteig (gesperrt S2)
Wurzeralmtrail S2 und S3

Trip von Burgstall auf die stoanernen Mandln:
Uphill: 1800hm 1000 Asphalt / 600 Schotter / 200 singletrails
Downhill 1600hm singletrails / 200 Asphalt
Anreisetipp - In Sterzing von der Autostrada ab und über den Jauffenpass - wenn der Fahrer shuttelt, dann können die Mitfahrer vom Pass weg den Sinkflug ins Passeiertal genießen.............
Toni, soulbiker.com ©2006