Hört man von Aaron Chase, dann meist im Zusammenhang mit stylische Aktionen auf Dirt. Jetzt macht der talentierte Amerikaner mit seiner dritten selbst produzierten DVD von sich reden. Bang Bang heißt sie und ist laut Cover eine "Action Documentary". Wir wollten wissen ob Herr Chase genauso gut Filme produziert wie er Rad fährt und haben für euch reingeschaut.

Schon das Coverdesign von Bang Bang fasst den Film gut zusammen. Rechts ein schöner 360-X-Up, links die Röntgenaufnahme einer zusammengeflickten Wirbelsäule. Auf der einen Seite Bike Action, auf der anderen die Folgen von Aarons Sturz.

Sturz? Erinnern wir uns: 2. Stopp der Qashqai Tour, Newcastle. Chase stürzt vom 3 Meter hohen Northshore und bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Ärzte eilen herbei. Diagnose: Rücken gebrochen.
Aus diesen zwei Gegensätzen besteht der gesamte Film. Die gelungen gefilmten Bikeszenen und Interviews wechseln sich ab mit Szenen aus Krankenhaus und Reha.

Bang Bang dokumentiert die Qashqai Tour 2007. Von jedem Tourstopp gibt es die Besten Aufnahmen zu sehen. Gefallen hat uns hier die Mischung aus sauber gefilmter Wettkampf Action, Szenen aus dem Fahrerlager und den Interviews.

Ergänzt wird das Urbane Freeriden der Qashaqi Tour durch weitere Aufnahmen des Europa-Trips: Relaxtes Dirten mit den Lacondeguys in Barcelona, Szenen am Flughafen oder im Hotel. Gerade durch diese "Banalitäten" bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der Fahrer während ihrer Tour. Ein bisschen, als wäre man mit dabei. Die vielen eigeschobenen Fahrerstatements bieten weitere Informationen.

Einen kleine Extra-Sektion auf der DVD gibt es auch: ein paar Interview-Outtakes, ein Video vom Shitbagging (jetzt wüstet ihr gern was das ist, oder?), Director's Commentary und einen Dusk Til Dirt Trailer. Alles nix weltbewegendes.

Soulbikers Fazit: Bang Bang ist gut gefilmt und spannend geschnitten. Der Film bietet einen Überblick in die Qashqai-Tour 2007 aus Fahrersicht. Nicht mehr und nicht weniger. Dazu gehört auch Aarons Crash und die Genesungsphase danach. Mit den Aufnahmen aus dem Krankenhaus zeigt der Film auch die unangenehmen Seiten unseres Sports - gut so, denn oft wird das ausgeblendet! Lediglich etwas kurz ist Bang Bang geraten, dafür kommt während den 34 Minuten aber auch keine Langweile auf.
Einen Trailer sowie die DVD gibts bei x-Tremevideo
Text: Aaron Steinke; Bilder: Bang Bang-DVD