KTM Prowler 2.0
- Der Schnee ist weg, die Schitourenausrüstung ist im Dachboden, der stetige Ostwind hat die Trails trocken geblasen, Zeit um euch wieder einige Bikes vorzustellen.
Den Beginn dieser losen Serie darf das Prowler 2.0 der österreichischen Bikeschmiede KTM machen.
KTM ? Kaiserliche Trail Maschinen ?? Klassisch tolle Modelle ??? Könnte Trails mögen ?
Was jetzt ?? Schluss mit dem Geschwafel, raus auf die Piste;

Das Prowler 2.0 stammt aus der Linie der All-Mountain-Enduros. Es bietet mit seinen 13 cm Federweg, dem blockierbaren Dämpfer und der absenkbaren sowie sperrbaren Gabel all das, was man sich von einem solchen Bike erwartet.

Nun, dem entsprechend hoch war auch unsere Erwartungshaltung. Nach einigen Telefonanten mit Stefan Limbrunner, dem Marketingchef der Mattighofener Bikefirma war es dann so weit, und die Spedition brachte uns ein nagelneues Karton verpacktes Bike vorbei.

Obwohl die Oberösterreicher noch nicht all zu lange bikes in diesem Segment produzieren, muss man ihnen zugestehen, dass sie perfekte Arbeit leisten.
Ein ausgewogener Rahmen, ein gut gewählter Komponenten-Mix und ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bestätigen die Erwartungen.
Nicht umsonst sind die Bikes von KTM meist im Mai schon ab Werk "sold out" - im gut sortierten Einzelhandel findet man natürlich noch das Objekt der jeweiligen Begierde!

Wir haben das Prowler 2.0 in den letzten 3 Wochen über etliche Trails in Salzburg, im Salzkammergut und in der hohen Tatra gejagt.
Das Prowler ist ein bike mit dem "Nicht-mehr-hergeben-wollen" Gen……
Unser Testrad hatte den "S" Rahmen, unsere Testcrew war männlich und weiblich, zwischen 45 und 85 kg schwer und zwischen 164 und 184 cm groß. Lediglich für unseren "big daddy" war das bike zu klein, alle anderen haben sich superwohl auf dem Rad gefühlt.

Eine leicht gestreckte Sitzposition ermöglicht es, auch stundenlange Touren ermüdungsfrei absolvieren zu können, nie hat man das Gefühl, verspannt oder schlecht zu sitzen.
Das Prowler ist brutal wendig und agil, es macht echt Spaß.

Die absenkbare Luftgabel lässt sich perfekt auf den Fahrer abstimmen, detto der sperrbare Monarch-Dämpfer. Die 130 mm Federweg reichen völlig aus, um sich auf den meisten Singletrails wohl zu fühlen, die LX-Scheibenbremsen stoppen Fahrer und Gerät souverän, die Schaltung im Shadow-Design knackt sauber und arbeitet perfekt, wie es auch bei einem solchen bike sein muss.


Mankos?
Wir haben dem Testrad nach der ersten Tour andere Reifen verpasst, der serienmäßig aufgezogene NobbyNic war uns doch ein wenig zu zart, wir mussten dies auch mit 2 Platten büßen……
Noch was? Nun, eventuell könnte man der Gabel eine Lenkerbedienung für den pop lock verpassen, was sich bei Touren mit oftmaligem Geländewechsel sicherlich bezahlt macht.
Auch eine skalierte Sattelstütze würde dem Prowler gut zu Gesicht stehen, denn es nervt, sich immer wieder die ideale Einstellung von Neuem suchen zu müssen.

Fazit:
Wer ein Allmountainbike sucht, mit dem man Bergauf genau so Spaß hat, wie beim Trails bergab heizen, der ist mit dem Prowler 2.0 wirklich gut bedient……
Wer "MEHR" Bike sucht, dem sei das Prowler 1.0 mit einer deutlich gehobenen Ausstattung empfohlen, darüber angesiedelt auch noch das Prowler ZERO.
Touren-Bikern, die den Endurogedanken nicht ganz auf die Seite schieben wollen, sei hier das Prowler BASS oder das Prowler MOTO ans Herz gelegt. Besonders letzteres kommt schon sehr der Eier legenden Wollmilchsau nahe.
Wir hoffen, euch bald auch eines dieser Bikes vorstellen zu können.

Übrigens: KTM - die ersten beiden Buchstaben stehen für die Gründungsväter (ehem. Kronreif Trunkenpolz, heute Krafträder Trunkenpolz) der österreichischen Bikeschmiede, und das M für den Ort Mattighofen, wo die Zentrale ihren Standort hat…….
Preis: 2099.-€
Gewicht: 12,9kg (ohne Pedale)
Weitere technische Details: http://www.ktm-bikes.at
Toni, soulbiker.com © 2008