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Eurobike 2008 - Die Neuheiten von SRAM, Solid, Nicolai, Yeti und Millyard

Eurobike 2008 - Die Neuheiten von SRAM, Solid, Nicolai, Yeti und Millyard - Autor: Darko Pelikan
08.09.2008

Eurobike 2008 - die News und Trends von der wichtigsten Fahrradmesse der Welt

- Vom 4. bis zum 7. September fand in Friedrichshafen die Eurobike 2008 statt, die inzwischen wichtigste Fahrradmesse der Welt, auf welcher viele Hersteller ihre Neuheiten für die kommende Saison vorstellen. Die Eurobike ist nach wie vor dem Fachpublikum vorbehalten, lediglich der Sonntag ist für die breite Besuchermasse zugänglich. Hier erfährt man Trends, kann sich direkt mit den Herstellern und oft auch den Produktentwicklern face to face unterhalten, über diese und jene Entwicklungen fachsimpeln, über einige Neuheiten einfach nur Staunen oder über andere einfach nur den Kopf schütteln...

Wir stellen euch die Neuheiten für 2009 hier auf Soulbiker wie schon in den letzten beiden Jahren in mehreren Berichten sowie einigen zusätzlichen Bildergalerien vor, denn die knapp 800 geschossenen Fotos müssen irgendwo untergebracht werden. Los geht's.



SRAM (Truvativ, Rock Shox & Avid)

Truvativ Hammerschmidt

Um nichts wurde in letzter Zeit in sämtlichen Internetforen weltweit mehr diskutiert, als über die neue Truvativ Hammerschmidt Getriebekurbel. Seit Mitte August ist sie offiziell vorgestellt und nun auf der Eurobike konnten auch Normal-Sterbliche das neue System auf dem Demoday oder auf der Rolle kurz antesten. Und ja, die Hammerschmidt sorgt wirklich für ein "anderes" Fahrgefühl beim Pedalieren als man es bislang gewohnt war. Man schaltet  zuerst neugierig und dann fast instinktiv häufiger hoch und runter als man es bei herkömmlichen Mehrfachkurbeln tut, denn die Hammerschmidt ist wirklich unter Last und sogar im Stand schaltbar.

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Es gibt zwei Gänge. 1:1 und Overdrive. Bei 1:1 entspricht eine Kurbelumdrehung exakt einer Kettenblattumdrehung. Beim Overdrive entspricht eine Kurbelumdrehung etwa 1:1,6 Kettenblattumdrehungen. Der Übersetzungsbereich beträgt entweder 22/36 oder 24/38 mit nur einem einzigen Kettenblatt. Ein zusätzlicher Freilauf wurde in die Getriebekurbel integriert, dieser ermöglicht einen Freilauf, ohne das die Kette sich dabei mitbewegt. Somit wird auch die Möglichkeit minimiert das das Schaltwerk abreißt, sollte sich beispielsweise ein Ast im Schaltwerk verhaken.

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Hammerschmidt AM

Um die Hammerschmidt am Rahmen montieren zu können, ist entweder eine ISCG03 oder ISCG05 Aufnahme am Tretlagergehäuse zwingend erforderlich. ISCG-Innenlageradapter funktionieren hier wegen der Rotationsenergie, die auf den Rahmen ausgeübt wird, nicht.

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Hammerschmidt FR

Vorteile der Hammerschmidt sind vor allem die gewonnene Bodenfreiheit, da sie sehr kompakt konstruiert ist. Die Kette läuft in einer integrierten Kettenführung zwischen der hinteren Basis- und der Kurbelplatte. Ein Herausspringen der Kette ist dadurch nicht möglich.
Es wird eine Allmountain sowie eine Freeride Version geben, wobei die AM etwa 200g mehr auf die Waage bringt als ein herkömmliches Kurbelsystem. Bei der Hammerschmidt FR sind es hingegen nur noch knapp 10g.

Preistechnisch liegt die AM-Version bei ca. 595.-€, die FR-Version bei 650.-€. Hinzu kommt ein Innenlager mit 55.-€, sowie ein SRAM Trigger Schalter. (X.9 oder X.0). Verfügbar etwa ab Winter 2008.


 
Rock Shox Boxxer 2010

Noch am Donnerstag sah man am Stand von SRAM eine "alte" gebrauchte Boxxer Gabel von Steve Peat am Austellungs-Panel hängen. Doch wo war die neue Boxxer, die Steve Peat, Sam Hill und einige weitere Blackbox-Teamfahrer schon seit Anfang des Jahres an ihren Bikes fahren? Einige SRAM-Mitarbeiter zuckten grinsend ihre Schultern und taten so als ob sie von nichts wüssten. Nur mit weiterem ungeduldigem Nachbohren erfuhr ich das die Weltpremiere während einer Pressekonferenz am Freitag stattfinden sollte.

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Boxxer 2007 von Peaty

Nun ist sie offiziell vorgestellt und nicht nur optisch richtig schick.
Die neue Boxxer ist leichter als die aktuelle Version. Gewicht wurde vor allem dadurch eingespart, indem die Gabel nun auf einer 35mm Plattform aufbaut (die aktuelle hat 32mm) und dadurch konstruktionsbedingt etwas steifer wird. Da sie nun höheren Kräften standhalten kann, konnte man auch am Gabelschaft Gewicht einsparen, ebenso wie an den komplett neu konstruierten Gabelbrücken.

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Es gibt zudem noch eine neue Maxle Lite DH Steckachse, die 28g einspart und auch weiter optimiert wurde. Viele Boxxer-Besitzer kennen das Drama mit der hin und wieder nicht raus springenden Innenachse beim Lösen der rechten Schraube... Dieses Problemchen soll nun unter Anderem gelöst worden sein.

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Insgesamt ist die World Cup Gabel 90g leichter geworden, die Team- und Race Version sogar knapp über 100g und sind somit die leichtesten Race Gabeln am Markt. (World Cup = 2720g, Team und Race je 2950g, jeweils basierend auf flacher Gabelbrücke).

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Die neue Boxxer lässt sich nun auch viel besser abstimmen. Mission Control DH heißt das neue Dämpfersystem, auch schon bekannt von der Totem. Neben der Dämpfereinheit ist auch das Luftfedersystem bei der World-Cup Ausführung komplett neu designet worden. Man kann nun die Größe der Luftkammer extern verstellen und somit die Federkennlinie direkt beeinflussen, um zum Beispiel eine höhere Endprogression zu erreichen und damit Durchschläge der Gabel zu vermeiden. Auch bei der Team Version lässt sich die Endprogression beeinflussen. Hier heißt das System "Drop Stop". Die Race bekam dieses System nicht verpasst.

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Auch die Zugstufe lässt sich zweifach (high- und lowspeed) über das Dual-Flow Rebound System einstellen, genau wie beim Rock Shox Vivid Dämpfer. Somit kann man den Anfang und das Ende des Federwegs beim Ausfedern der Gabel unabhängig voneinander einstellen und den persönlichen Vorlieben exakt anpassen.

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Für die neue Boxxer wurde auch ein neuer integrierter Vorbau konstruiert, der in 50mm bzw. 60mm Länge erhältlich ist und leichte 190g aus 7050 Aluminium auf die Waage bringt.

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Preistechnisch ist noch nichts Genaues bekannt, laut Elmar Keineke soll die Boxxer aber ein wenig teurer werden als die aktuellen Modelle. Mehr Technik bringt wohl auch mehr Preis mit sich. Erhältlich wird die 2010er (!!) Boxxer ab Frühjahr 2009 sein.

Fazit für alle Boxxer-Fans: Schonmal anfangen zu sparen... 


 
Avid Elixir Bremse

Ein weiteres Highlight ist die neue Elixir Bremse. SRAM bezeichnet sie als eine Bremse für Alles. Egal ob Crosscountry, Allmountain, Freeride oder Downhill Racing. Wer die aktuelle DH World-Cup Saison aufmerksam verfolgt hat, hat zum Beispiel Steve Peat mit dieser Bremse herum fahren gesehen. Die Elixir bietet mehr Bremspower als die aktuelle Juicy bei geringerem Gewicht (-20 Gramm). Zudem soll man mit ihr den Druckpunkt besser kontrollieren können. Diese neue Technologie heißt "TaperBore" und erzeugt mit einer überarbeiteten Position des Hebeldrehpunkts zunächst etwas weniger Power zu Beginn des Hebelwegs. Somit soll sich dann im weiteren Verlauf des Hebelwegs die Bremskraft gefühlvoller steuern lassen, als mit den beiden anderen Bremssystemen von Avid. (Code und Juicy. Anm. d. Red.).

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Beim Top-Model, der Elixir-CR kann man die Griffweite über das Rädchen neben dem Bremshebel-Drehpunkt, sowie den Druckpunkt über die rot-eloxierte und integrierte Setup-Einheit den persönlichen Vorlieben nach justieren. Kennt man ja schon von der Juicy Seven, aber hier sind die Rädchen deutlich besser und aufgeräumter untergebracht, zudem entfällt die nervige Fummelei mit einem Imbus-Schlüssel für die Griffweiteneinstellung.

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Die TaperBore Technologie macht auch den Reservebehälter überflüssig und das System somit sichtlich schlanker und leichter. Interessant ist auch, dass man bei der Elixir die Bremsbeläge von vorne aus wechseln kann, ohne das Laufrad ausbauen zu müssen. 

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Ebenfalls am Stand von SRAM gesichtet - neue Holzfeller Kurbeln in weiß und silber

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Ebenfalls neu - eine Argyle für Mädels und nur für Mädels.

weitere Infos: www.sram.com

 


Solid & Reverse Components

Eine Eurobike ohne Neuheiten von Solid ist keine Eurobike, denn auch sonst haben die Schwarzwälder immer irgendwas Neues am Start. Diese Tatsache war auch in diesem Jahr wieder festzustellen. Ein neues Freeride-Bike, ein komplett überarbeitetes Harlem, sowie einige neue bunte Teile der Hausmarke Reverse Components gab es zu entdecken.

Mission 7 (Freeride)

Genau wie der Name schon sagt ist das Mission 7 der kleinere Bruder des im letzten Jahr neu präsentierten Mission 9. Das Mission 7 wird das Liberator ersetzen, ist auf Freeride und Bikepark-Riding ausgelegt, und kommt somit auch mit weniger Federweg und einer leicht veränderten Geometrie im Vergleich zum Mission 9 daher.

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Hinten und vorne 180mm Federweg, kürzerer Radstand, ISCG03 und ISCG05 Kombiaufnahme, 150mm Hinterbau, ein etwas steilerer Sitzwinkel sowie eine Option für die Hammerschmidt, sind die Highlights des Bikes. Verbaut sind zudem die neue Reverse Laufräder aus 6061-T6 Aluminium. Preistechnisch war noch nichts bekannt.

Harlem (4X Race)

Das Harlem wurde komplett überarbeitet, und bringt nun mit seinen hydrogeformten Rohren und der dadurch noch steiferen Konstruktion, superleichte 1806 Gramm auf die Waage. Der Radstand ist durch horizontale Ausfallenden verstellbar. ISCG Aufnahme am Tretlager.

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Blade (Enduro / AM)

Das Blade kommt mit 130 bzw. 160mm an Federweg daher und deckt den Enduro- und Allmountainbereich ab. Neu für 2009 ist die das optional erhältliche Hammerschmidt-Getriebe.

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Reverse Components

Solids Hausmarke Reverse Components besticht immer wieder durch ihre vielfarbigen Designs sowie auf DH-Race Einsatz getrimmte Bikeparts. Begonnen beim 270g leichten 71er RaceDH Lenker, dem 76er XXL Lenker, bis hin zum downhill-tauglichen Laufradsatz der unter Verwendung von Messerspeichen auf ein Gewicht von knapp unter 2kg kommt (vo+hi), weiter zu Naben, Vorbauten, Lenkern und Pedalen in den verschiedensten Farben. Von rot über pink bis hin zu gold und titanfarben ist alles und für jeden Geschmack etwas mit dabei.

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die neuen Reverse Pedale. Richtig dicke Klötze, aber saumäßig Grip.

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die neuen Reverse Laufräder

Neu sind unter anderem die neuen Reverse Felgen aus 6061-T6 Aluminium, sowie die großen Bärentatzen Pedalen für Downhill, die knapp über 600g auf die Waage bringen. Interessant auch der neue Nabensatz für Marzocchis neues QR-15 Steckachsensystem. Der Dirtsattel in weiß und braun rundet die News für 2009 ab.

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weitere Infos: www.solidbikes.de

 


Nicolai

Ein paar Neuheiten sah man auch am Stand von Nicolai. Bei den Rahmen wurde für das kommende Jahr hauptsächlich Modellpflege betrieben und beispielsweise das Helius FR in einigen Details verändert. Im Steuerrohrbereich kommen massivere Gussets zum Einsatz um das Bike für Singlecrown Freeride-Gabeln (Marzocchi 66, Rock Shox Totem) zu verstärken, sowie hinein gefräste Taschen am Sitzrohr-Gusset, Hammerschmidt Vorbereitungen an den Bikes, wo dies Sinn macht usw.

Den Hinterbau erhält man mit unterschiedlichen Ausfallenden, je nachdem ob man 10mm Schnellspannachse, 12mm Steckachse oder Rohloff-Getriebenabe fahren möchte. Dies nun auch ohne einen weiteren Aufpreis, denn Nicolai möchte weg von ihrer bis dato geführten Aufpreispolitik. Anbauteile wie Umlenkhebel oder Dämpferaufnahmen gibt es ab sofort auch in Wunschfarbe für optisches Bling-Bling.

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Ion GB2 - ein absolutes Wannahave Racebike mit magnetischer Getriebeansteuerung

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Schön zu sehen - die neuen eloxierten Anbauteile sowie die Lagerschrauben.

In letzter Zeit häufen sich zudem die Aufträge für Custom-Bikes - oder besser ausgedrückt - Sondergrößen. Vom Dirtbike in Rahmengröße Supermini für Nicolai Teamfahrer Mobbel oder seinen kleinen Bruder Max, bis hin zum Tourenfully für den über 210cm Biker Riesen ist alles möglich.

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Kalle Nicolai mit dem neuen superleichten Helius RC Crosscountry-/Marathonfully.

Gates Carbondrive

In Serie geht nun auch das Gates Carbondrive Antriebssystem, für welches Nicolai den Europavertrieb macht sowie ihre Erfahrungen in das System mit einfließen lässt. Gates ist ein Antriebssystem auf Basis von Riemen, wie man es bei Autos aus Motorräumen her kennt. Der Zahnriemen besteht aus einer carbonverstärkten Polymerkette, welche über CNC-gefräste Zahnscheiben läuft und absolut hart im Antritt ist und zudem sehr leicht läuft. Das Ritzel muss hier allerdings eine Mindestgröße von 19 Zähnen haben.

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Gates Carbondrive bringt neben dem Gewichtsvorteil auch eine höhere Langlebigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Singlespeed-Antrieben mit sich. Schaltbar ist dieses System via Schaltwerk natürlich nicht, ausser man besitzt eine Getriebenabe bzw. ein Getriebebike und hier sind Antriebsscheiben für die gängigsten Systeme verfügbar (Nexus, Rohloff, G-Boxx).

Das Gates Carbondrive kann man auch nicht an jedem Bike einsetzen, da der Riemen ja irgendwie durch den Rahmen gefädelt werden muss und es hierzu erforderlich ist, den Rahmen an der Kettenstrebe zu öffnen. Nicolai hat auch hier schon die ein oder andere Lösung parat, und wird die in Frage kommenden Rahmen mit entsprechenden Öffnungen im Bereich der Ausfallenden anbieten.

B-Boxx

Neu ist auch die B-Boxx Getriebekurbel, welche von Kalles Firma Universal Transmissions und Bionicon in einer Technologiekooperation entwickelt wird und 2010 auf den Markt kommen soll. Rein vom Prinzip her lässt sich die B-Boxx mit der Truvativ Hammerschmidt vergleichen, unterscheidet sich von dieser allerdings in einigen Details. So soll die B-Boxx den Bereich von 25 bis 41er Kettenblatt bei einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 und 1:1.65 abdecken, und mit jedem Umwerferhebel schaltbar sein, egal ob dieser nun von Shimano oder von SRAM kommt.

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Zudem werden die Freilaufzähne magnetisch angesteuert, wie das auch schon bei der G-Boxx 2 der Fall ist. Sie wird selbstverständlich auch unter Last schaltbar sein und befindet sich derzeit im Teststadium. Montiert wird sie an der ISCG Aufnahme des Tretlagergehäuses und bringt derzeit noch etwa 200 Gramm an Mehrgewicht im Vergleich zu herkömmlichen Mehrfachkurbeln auf die Waage.
Auch von der Preisgestaltung wird sie sich von der Hammerschmidt unterscheiden. Nicht etwa wie instinktiv vermutet nach oben, sondern nach unten. Kalle nannte einen ungefähren Preis von 500.-€ für ein Produkt made in Germany. 
 
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und hier nochmal die G-Boxx 2

weitere Infos: www.nicolai.net

 



Zonenschein

Was gibt's Neues von Zonenschein? Die kurze und knappe Antwort für den Gravity Bereich lautet: Graphix. Schicke Designs konnte man nun auf den bis dato einfarbig gestalteten Bikes aus dem Osten der Republik betrachten.

Zypher

Das Zypher erstrahlt in Anlehnung an Lucifer in einer schon fast kitschig anmutenden Höllen-Lackierung mit teils in Gold gehaltenen Decals, sowie einem kleinen Teufelstotenkopf auf dem Oberrohr. Sieht schick aus, und dass das Zypher "fast as hell" ist, ist ja eh längst bekannt... Ob man damit in Bayern allerdings Sonntags zum Gottesdienst vorfahren sollte wird man sich höchstens im Winter überlegen - nämlich dann wenn die Bikeparks zu haben. ;-)

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Pan

Pan ist in der griechischen Mythologie der Gott des Waldes und der Natur. Was liegt also näher als dem Pan FR sowie dem Pan DH grüne Blätterdecals zu verpassen, die mich allerdings mehr an Robin Hood erinnerten als an einen griechischen Waldgott. Aber egal, ich hab in der Schule bei solchem Unterrichtsstoff eh seltenst aufgepasst.

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Pan FR

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Das Pan DH gibt es mit einer grün-weißen Lackierung, die FR-Variante in hell- und dunkelgrünen Tönen mit Blätterdecals.

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Ansonsten hat Zonenschein natürlich Modellpflege betrieben und ihre Bikes mit aktuellen Komponenten ausgestattet. Das neu gestaltete Zypher werden wir in den kommenden Wochen zum Testen bekommen und dann in allen Einzelheiten darüber berichten.

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weitere Infos: www.zonenschein.de

 



Yeti

303 R-DH

Yeti bringt für 2009 den kleineren Bruder des berühmten 303 auf den Markt, das 303 R-DH. Es wird mit etwa 2700.-€ für den Rahmenkit vor allem günstiger als das 303 sein, kommt auch mit etwas weniger Federweg (200mm) daher und ist zudem spürbar leichter. Der Lenkwinkel ist zwischen 64°und 65° einstellbar.

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Das Hauptlager befindet sich nicht mehr wie beim 303 R-DH auf zwei Schienen, sondern direkt am Hauptrahmen oberhalb des Tretlagers. Eine Schiene bleibt hingegen vorhanden, auf der sich die Dämpferwippe hin und her bewegen kann.

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Dadurch wird es auch deutlich weniger wartungsintensiv wie sein großer Bruder, wo man in der Regel nach jeder Abfahrt erstmal den hoch gespritzten Schmutz von den Laufschienen entfernen sollte um mit dem Bike lange Spaß zu haben.

AS-R 7

Ein weiterer Hingucker am Yeti-Stand war das AS-R 7, ein Freerider mit 180mm Federweg hinten, wo besonders die neue, einteilige Carbon-Sitzstrebe sowie die einteilige abstützende Wippe aus Carbon ins Auge stachen.

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Der Rohrsatz des Hauptrahmens ist hydroformed und besteht aus 7005er Alu. Der Lenkwinkel beträgt 67° und ist für Gabeln bis 160mm Federweg ausgelegt. Der Preis für den Rahmen mit Fox DHX-Air Dämpfer beträgt ca. 2500.-€.

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Yeti BMX

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4X

weitere Infos: www.yeticycles.com

 



Millyard Dämpfer

Ihr habt von Millyard aus England noch nie etwas gehört? Dann wird es jetzt höchste Zeit.
Millyard - das sind Vater Allen und Sohn Stephen, die eher an Daniel Düsentrieb erinnern, als an eine klassische neu aus dem Boden gestampfte Bikeschmiede.

Stephen fährt Downhill Rennen und hatte mit seinem Orange 222 permanent Probleme. Sei es die verdreckte und springende Kette, abgerissene Schaltwerke oder die Fummelei an den Dämpfern. Stephen wollte eine eierlegende Wollmilchsau in Form eines Bikes, und so fing er zusammen mit seinem Tüftlervater Allen an, sein eigenes Bike zu bauen.

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Stephen mit dem neuen Prototypen (links) und Allen (rechts) mit dem ersten Prototypen.

Herausgekommen sind inzwischen zwei Prototypen mit Getriebe, einer Monoschwinge mit innen liegender (!!), permanent geschmierter Kette, sowie einem revolutionären Dämpfer, der alles bislang Dagewesene in den Schatten stellen soll. Zu allem Überfluss kann man dieses Bike auch noch zusammenklappen, um es auf einem Motorrad zu transportieren. Beispielsweise auf dem Motorrad mit V12 Motor und 500PS, an dem Allen derzeit ebenso rumwerkelt.

Ein interessantes Interview mit Fotos von dem neuen Bike findet ihr auf Pinkbike, wo allerdings noch der erste Prototyp des neuen Dämpfers zu sehen ist.

http://www.pinkbike.com/news/allen-millyard-part-1-2008.html

Dieses Dämpfersystem kam bislang nur bei Panzern zum Einsatz. Jawohl, richtig gelesen. Panzer bewegen sich in der Regel in unwegsamen Gelände und so liegt es nahe, dass dieser auch in einem Downhillpanzer gut funktionieren könnte, wenn man schaffen würde, ihn entsprechend klein zu konstruieren.

Auf der Eurobike war die Millyard Truppe mit ihrem neuesten Dämpfer-Prototypen unterwegs und ich traf sie am Stand von Solid Bikes, die nach Markteinführung wohl auch für den Vertrieb zuständig sein werden.

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Das ist der neue Dämpfer.

Ich staunte nicht schlecht als ich den neuen und vom Design her total schlichten Dämpfer in die Hand gedrückt bekam. Wo versteckten sich die ganzen Einstellrädchen, wie man es bislang gewohnt war? Ganz einfach, sie existieren nicht. Der Dämpfer arbeitet auf Gasdruckbasis mit Stickstoff, und stellt sich von alleine auf den jeweiligen Fahrer sowie den jeweiligen Untergrund ein, während man fährt. Aufsitzen, drei vier mal reintreten und der Dämpfer hat sich eingestellt. Vom Gewicht her ist er sehr leicht, er wird ca. 296 Gramm wiegen.

Das klingt alles recht krass und ist kaum zu Glauben, allerdings ist Steve Jones vom Dirt Magazine das Teil schon Probe gefahren und war offenbar so sehr vom Millyard Dämpfer angetan, dass er ihn als besten Dämpfer bezeichnete, den er bislang gefahren sei.

Millyard plant den Dämpfer in Serie zu bringen, Verhandlungen mit Herstellern und Vertriebspartnern laufen zur Zeit. Somit ist momentan noch überhaupt nicht bekannt, wann der Dämpfer auf den Markt kommt und was er kosten wird. Wir werden die Millyards auf jeden Fall im Auge behalten und darüber berichten sobald es etwas Neues von ihnen gibt.


Das war's erstmal für heute. In ein paar Tagen geht es mit Teil 2 weiter. Fotos werden unabhängig von den Berichten nach und nach in die Galerien geladen, also immer wieder mal reinschauen. ;-)

See you!

Darko

Photos Copyright Soulbiker

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